Weniger Ausfallzeiten von Gebäudetechnik durch digitale Fernüberwachung
Andreas Blassy,
10.09.2018
Digitalisierung

Weniger Ausfallzeiten von Gebäudetechnik durch digitale Fernüberwachung

Mit der Heizung …

… ist es wie mit der Klimaanlage: Beide gehen – ganz nach Murphy’s Law – immer dann gerne kaputt, wenn es gerade gar nicht passt. Bei strengem Frost etwa oder in längeren Hitzeperioden steht die Haustechnik unter Stress – und so manche verschmutzte oder verschlissene Komponente, die sich bislang über die Zeit rettete, gibt endgültig auf.

Unter Stress stehen bei Wetterextremen auch die Wartungs- und Reparaturteams. Denn die Technische Regel für Arbeitsstätten, A3.5 macht recht präzise Angaben über die Temperatur am Arbeitsplatz. In der Informationstechnik ist das Temperaturfenster noch schmäler – auf den Ausfall der Klimatechnik folgt in der Regel prompt der Shutdown der EDV.

Und so sind es bei einem Versagen der Haustechnik weniger die Reparaturkosten, die den größten Schaden für das Unternehmen ausmachen, sondern vielmehr die durch sie verursachten Betriebsunterbrechungen. Sie wurden von der Allianz als Hauptrisiko für deutsche Unternehmen ermittelt – ein vermeidbares Risiko, wenn man in seinen Anlagen öfter mal nach dem Rechten sieht.

Aber genau hier liegt eben das Problem: Wie oft ist „öfter mal“? Einfach „mal so“ auf Verdacht zu prüfen und zu warten, kann sich als unnötig erweisen; aber auch zu unnötigen Kosten führen. Und selbst sehr kurz gewählte Inspektionsintervalle sind kein Garant für Funktionssicherheit. Verschmutzung und Verschleiß hängen von vielen Faktoren ab, die man nicht genau vorhersehen kann. Je komplexer das System, desto schwieriger wird es, rein zeitbasiert einen effizienten Wartungsplan aufzustellen. Manche Teile halten viel länger als erwartet, andere wiederum versagen früher als es die Statistik prognostiziert.

Mit der Haustechnik …

… ist es heute jedoch zum Glück so, wie mit der Technik allgemein: Die Systeme sind zunehmend untereinander verbunden. Fachleute schätzen, dass es bis 2020 weltweit mehr als 20 Milliarden vernetzte Geräte geben wird. Die Technik kann und wird sich also selbst bei uns melden, wenn sie Wartung, Reinigung oder Reparatur braucht. Mit sinnvoll verteilten Sensoren überwacht sich eine Anlage sozusagen selbst und gibt Bescheid, wo es hakt. Das nennt man dann IOT – Internet der Dinge

Mit moderner digitaler Vernetzung lassen sich Gebäudeautomationssysteme zentral überwachen. Wir von Caverion übernehmen nicht nur Service und Wartung, sondern die ganzheitliche Betreuung im gesamten Lebenszyklus. Wir sorgen für das reibungslose Zusammenspiel technischer wie digitaler Prozesse. Wir sammeln und analysieren sämtliche dafür notwendigen Gebäudedaten. Im permanenten Abgleich von Soll- und Istwerten zeichnen sich Störungen frühzeitig ab – lange bevor sie zum Problem werden. Sie als Kunde werden automatisch benachrichtigt – und haben die Sicherheit, alles im Griff zu haben. Zu jeder Zeit, an jedem Ort.

 

Text: Eva-Maria Beck, Illustration: Thomas Hardtmann