Konjunktur- und Krisenbewaeltigungspaket
Andreas Blassy,
08.11.2020
Energie

Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket: jetzt die Vorteile nutzen

Zur Bewältigung der Corona-Krise hat der Bund milliardenschwere Förderprogramme aufgelegt, von denen man zurzeit als Bauherr und Gebäudebetreiber profitieren kann – wenn man sich im oft recht dichten Subventionsdschungel zurechtfindet. Da sollte man jemanden fragen, der was davon versteht.

 

Wake me up, when it's all over …

… der Avicii-Hit aus dem Jahr 2013 könnte angesichts immer neuer Covid-19-Wellen leicht zum Lebensmotto werden: abwarten, auf Tauchstation gehen, privat, wie geschäftlich. Umsätze lassen sich nur noch schwer planen, da ist die Versuchung groß, den Corona-Winterschlaf mit der Investitionsschatulle unter dem Kopfkissen zu halten.

Wir sollten ihr widerstehen. Denn die Bundesregierung hat doch insgesamt recht ausgeschlafen agiert, wenn es darum ging, die Folgen der erzwungenen wirtschaftlichen Notbremsung wenigstens ein wenig abzufedern. Dabei war man sich schnell einig, die Gelder in wirklich zukunftsfähige Projekte zu investieren, zum Beispiel umweltfreundliche Neubauten oder energetische Sanierungen.

 

Money, money, money ...

Wer jetzt Geld in die Hand nehmen möchte, der kann zum Beispiel von verkürzten Fristen bei EU-Vergabeverfahren profitieren. Von einem Programm der Entbürokratisierung ist da die Rede, im Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket. Inwieweit sich das im EU-Recht durchsetzen lässt, bleibt abzuwarten. Festzustellen ist allerdings, dass Fördergelder zurzeit deutlich erweitert werden.

Das gilt auch und vor allem für den Umwelt- und Klimaschutz: Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm wird für 2020 und 2021 um eine Milliarde Euro auf 2,5 Milliarden Euro aufgestockt, ebenso wie die Förderprogramme des Bundes zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude. Neu ist ein Programm Förderung von Klimaanpassungsmaßnahmen in sozialen Einrichtungen. Interessant ist in jedem Fall der veranschlagte Finanzbedarf: etwa zwei Milliarden Euro! Diese neuen Milliarden sollten Gebäudebetreiber unbedingt nutzen. Denn umgesetzte Energieeffizienzmaßnahmen und Fördergelder senken die Fixkosten – was gerade in unsicheren Zeiten, bei schwierig bis unmöglich zu planenden Umsätzen, sehr wichtig ist.

Das heißt allerdings nicht, dass es nicht schon vor der Krise eine Vielzahl an Förderprogrammen und Vergünstigungen gegeben hätte, das neue Gebäudeenergiegesetz ist da nur ein Beispiel. Eine kleine Recherche auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie fördert unter dem Stichwort „Gebäude“ so einiges zutage: Da gibt es Geld für „effiziente Wärmenetze 4.0“, das „Förderprogramm Heizungsoptimierung“ und von der KfW „bis zu 120.000 Euro geliehen, bis zu 48.000 Euro geschenkt“. Im Eckpunktepapier zum Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket wird allerdings eingeräumt, man prüfe „im Lichte der im Herbst erwarteten EuGH-Entscheidung eine europarechtskonforme materielle Präklusion gesetzlich wieder einzuführen.“ Alles klar, oder?

Man kann jetzt natürlich viel Zeit damit verbringen, auf kommunaler sowie Landes- und Bundesebene nach dem Förderprogramm zu suchen, das für das eigene Vorhaben und die betriebliche Situation am besten passt. Wer sich aber schon einmal mit Subventionsanträgen befasst hat, der weiß, dass das gar nicht so einfach ist – und vor allem sehr zeitaufwändig; insbesondere, weil in Krisenzeiten so manches Fördergesetz mit sehr heißer Nadel gestrickt wurde. 

 


Follow me, everything is all right …

Viele unserer Bestandskunden halten es da lieber nach dem Klassiker von Uncle Cracker – und vertrauen auf Caverion als Dienstleister und Berater. Für uns lohnt es sich, den Überblick im Subventionsdschungel zu behalten, denn die fundierte Kundenberatung gehört bei uns zum Kerngeschäft. Wir finden für jeden Kunden die finanziell lohnendste Fördernutzung – und wir erledigen darüber hinaus alle Antragsformalitäten. Unsere bundesweit aufgestellte Abteilung Digital & Energy Services kennt alle regionalen Besonderheiten und führt Investoren schnell zum Ziel.

Von dieser Kompetenz profitieren wir auch selbst: Für die energetische Sanierung und Digitalisierung des größten Caverion Standortes wurden Fördermittel in Höhe von 20.000 Euro bewilligt. Einer unserer Industriekunden im Großraum München investiert nun ebenfalls in ein neues Energiemanagementsystem – der Fördermittelantrag läuft! Von solchen Modernisierungsmaßnahmen werden natürlich auch unsere Kunden und wir in Zukunft immer stärker profitieren, gerade im Zeichen stetig steigender CO2-Bepreisung.

Gemeinsam sollten wir also die Augen offenhalten. Denn selten war der Zeitpunkt, Modernisierungen durchzuführen, so günstig; selten war die Unterstützung vom Staat so groß – und der Return of Investment so sicher!


Text: Eva-Maria Beck, Illustration: Thomas Hardtmann