Auf Spurensuche: Zertifizierte Energieberatung zur Optimierung und Kostenreduktion
Andreas Blassy,
08.09.2021
Energie

Energieberatung – mit Expertise

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie regelt die energetische Gebäudeförderung neu: Direkte Zuschüsse und attraktive Kredite bieten nun noch stärkere Anreize für Investitionen in Effizienz und erneuerbare Energien bei Neubauten und Bestandsgebäuden. Voraussetzung ist allerdings in den meisten Fällen eine Beratung durch zertifizierte Experten.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude …

… ersetzt zum 1. Juli 2021 bestehende Programme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich, zum Beispiel das CO2-Gebäudesanierungsprogramm, das Programm zur Heizungsoptimierung, das Anreizprogramm Energieeffizienz und das Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. All diese Fördermaßnahmen fließen nun in einem Programm zusammen, das für Wohngebäude, Nichtwohngebäude und Einzelmaßnahmen gilt. Für Maßnahmen in den Bereichen Gebäudehülle, Anlagen und Heizungstechnik beträgt die Förderquote 20 Prozent, für Wärmeerzeuger gibt es 45 Prozent, Fachplanung und Baubegleitung werden mit 50 Prozent bezuschusst.

Dass das Ministerium sehr viel Wert auf die Förderung sorgfältig geplanter Projekte legt, zeigt sich in der Pflicht zu sachkundiger Beratung: Bei allen Maßnahmen außer bei Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik) und Heizungsoptimierung müssen Energie-Effizienz-Experten hinzugezogen werden, die das Projekt in einem Antragsformular detailliert beschreiben.

Zwei zertifizierte Energie-Effizienz-Expertinnen …

… von Caverion erfüllen die Voraussetzungen zur Antragstellung und sind in der offiziellen Liste der Deutschen Energieagentur dena geführt. Hinter den beiden Expertinnen steht ein Team zahlreicher Mitarbeitenden, mit denen Caverion durch seine unternehmensweite Kompetenz diesen zusätzlichen Beratungsservice nun im gesamten Bundesgebiet anbieten kann. Beispiele aus dem Beratungsalltag zeigen, dass es gerade bei Nichtwohngebäuden in punkto Energieeffizienz noch viel Luft nach oben gibt – und zwar im besten Sinne des Wortes: Vielerorts zieht es immer noch durch undichte Fenster und Türen. Ungedämmte Dächer und Außenwände treiben den Heiz- und Kühlbedarf nach oben. Die Energiefachfrauen spüren Garagen ohne Rolltor auf, die im Winter auf 20 Grad aufgeheizt werden, Anlagen, die auch nach Betriebsschluss und am Wochenende durchlaufen, veraltete Pumpen und Ventilatoren, die sich jede Menge Strom genehmigen. Oft werden bestimmte Zonen gleichzeitig geheizt und gekühlt oder Wärmeerzeuger sind nicht sinnvoll in Reihe geschaltet.

Eine fundierte Energieberatung …

… wie sie für die Inanspruchnahme von Fördermitteln erforderlich ist, bietet weit mehr als eine reine Analyse: Unsere Expertinnen stellen nicht nur fest, wo überall Energie verloren geht, sie entwickeln gleich konkrete Konzepte und zeigen mögliche Maßnahmen zur Abhilfe auf. Das kann eine Dachdämmung sein, ein Vollwärmeschutz oder neue Fenster. Oft bringen aber auch schon kleine Innovationen große Wirkung: Zeitschaltprogramme stoppen nicht genutzte Anlagen, über die Gebäudeleittechnik lassen sich gekühlte und geheizte Zonen separieren, und eine Kesselfolgeschaltung macht Wärmeerzeuger deutlich effektiver.

Doch damit nicht genug: Bestandteil der ganzheitlichen Betrachtung Ihres Gebäudes ist inzwischen auch die Ausstellung eines Energieausweises, den man als Gebäudeeigentümer für Vermietung oder Verkauf benötigt und der in öffentlichen Gebäuden aushängen muss. Selbst Energieaudits nach DIN EN 16247 können im Zuge der Energieberatung durchgeführt werden.
So unterstützt unser Expertenteam nicht nur bei der Identifikation und Konzepterstellung, sondern auf Wunsch auch beim nachgelagerten Energiemanagement und der optimierten Energienutzung.  Erfolg ist damit messbar, Einsparungen werden verbessert und sichtbar. Wir von Caverion weiten damit unser Spektrum an Energiedienstleistungen noch weiter aus, und der Staat hilft mit großzügigen Förderungen – ein stimmiges Gesamtpaket, das man als Gebäudebetreiber nutzen sollte.

Dann verliert auch der Blick auf die aktuellen Strom-, Öl- und Gaspreise dank sparsamerer Technik, höherem Wirkungsgrad und geringerer CO2-Emissionskosten seine Schrecken.

Über den Autor

Andreas Blassy
Andreas Blassy Leiter Digital- & Energie Services

Text: Eva-Maria Beck, Illustrationen: Thomas Hardtmann